Das Verhalten und somit das Denken eines Menschen ist zu einem großen Teil biologisch determiniert, man kann allerdings diesen Denk-Algorithmus sehr wohl nach eigenen Mustern umformen.
Gefühle und Emotionen sind Affekte, die ein ständiger Begleiter des Menschen sind – richtig ist, was sich richtig anfühlt. Der Affekt – also ein determiniertes Gedankenkonstrukt –, welcher einem als Erstes in den Sinn kommt, ist ein eingelernter und biologisch determinierter Algorithmus. Man kann diesen Algorithmus zwar meist nicht im Jetzt steuern, aber sehr wohl in der Zukunft, also mit kleinen Veränderungen oder mit Psychotherapie. Der Wille ist somit in der Zukunft in Teilen steuerbar.
Vieles oder das Meiste ist uns nicht bewusst oder unbewusst, und es gibt sehr viele Widerstände, die unser Verhalten verteidigen und Veränderung verhindern. Wie oft haben wir uns schon retrospektiv gefragt: „Wieso habe ich das schon wieder getan?!“
Dazu muss man erwähnen, dass es in der Psychoanalyse drei Widerstände gibt, die eine Veränderung des Verhaltens verhindern, und zwar den:
Verdrängungswiderstand: Betrifft alles, was das Erleben von möglicherweise unangenehmen Gefühlen und Gedanken vermeidet. Dazu kann zum Beispiel das klassische Zu-spät-Kommen oder das Vergessen des Treffens gehören, also wenn man sich mit unangenehmen Gefühlen auseinandersetzen oder konfrontiert werden muss.
Übertragungswiderstand: Die Person erhebt sich über eine andere – also ein narzisstischer Charakterzug von Menschen, die sodann die Situation immer so wenden, dass sie sich scheinbar über die Situation und den anderen erheben. Mal mehr, mal weniger subtil. Die Person kann es dem anderen nicht recht machen.
Identitätswiderstand: Richtet sich gegen die Veränderung des eigenen Selbstbildes. Geprägt durch Erik Erikson beschreibt er die Angst, durch die therapeutische Veränderung die eigene (wenn auch neurotische) Identität zu verlieren.
Warum machen wir das, was wir tun?
Säuglinge oder Kinder generell machen in der Anfangsphase nichts anderes, als körperlichen Zuständen oder körperlichem Ausdruck zu verleihen und zu psychologisieren, das heißt, sie internalisieren körperliche Zustände. Was wiederum heißt: Unser Verhalten wird schon von klein auf festgelegt und in Bahnen gelenkt. Also: „Die Illusion des freien Willens“.
Die Illusion des freien Willens!
Wir erleben die Welt so, wie wir sie haben „wollen“, und nicht, wie sie ist. Die Mechanik des Scheins – nicht zögern, sondern handeln. Klingt erst einmal gut, ist aber so, wie wir die Welt haben wollen, nicht, wie sie ist. Wir nehmen Kompetenz also mit Selbstvertrauen wahr und nicht mit Nachdenken. Jemand, der zögert, wirkt unentschlossen; wir wollen jedoch Antworten und Taten. Spannungen auszuhalten ist nicht das, was wir wollen. Wir verharren generell schon in einem Stadium der Machtlosigkeit, wir wollen aber handeln und nicht zögern.
Das heißt, wir nehmen an: Wer handelt, weiß, was er tut. Wer nachdenkt, wird als zögernd und nicht wissend wahrgenommen. Welches aber wohl ein Übertragungswiderstand oder teilweise einfaches Agieren ist, um unsere Persönlichkeit zu schützen.
Einflussfaktor Umwelt und soziale Struktur
Der Zwang der Normierung: Die paranoide Struktur eines Strafsystems in unserer Gesellschaft oder dem sozialen Wertesystem veranlasst andere Menschen, auf soziale Normierung zu drängen. Man wird in dieser schizoiden Struktur durch andere beobachtet und auf Integration gedrängt. Obwohl das System Korruption und Machtmissbrauch fördert und eigentlich nicht verhindert, drängt es dennoch darauf, sich anzupassen.
Ich möchte heute mal ein ganz anderes Thema teilen: eine Bergtour, die ich vor Kurzem gegangen bin und die es meiner Meinung nach absolut wert ist, nachgewandert zu werden!
Der Ausgangspunkt ist Saalfelden. Von dort aus steigt man zuerst zur Wiechenthaler Hütte auf, wo man bei Bedarf noch einmal die Wasservorräte auffüllen kann.
Der Praterstern am Steinernen Meer – erreichbar über die Weißbachlscharte.
Der weitere Weg führt dann über die Weißbachlscharte und den darauffolgenden Praterstern.
Nachher geht es – und ich finde, das ist der schönste Weg – weiter auf das oder zum Ingolstädter Haus.
Auf dem Ingolstädter Haus angekommen, kann man sich erst einmal stärken und die Wasservorräte wieder auffüllen.
Danach bin ich wieder zurückgegangen. Der Weg ist toll zu gehen und wenigstens meistens halbwegs flach. Natürlich gibt es einige Steigungen, aber es ist super zu gehen.
So wie hier ist der Weg zirka – also super zu gehen und einfach toll!
Danach geht man wieder zum Praterstern und auf die Weißbachlscharte rauf, danach biegt man ab und folgt dem Weg zum Ahlhorn.
Bis zu diesem Punkt zeigt die Aufzeichnung etwa 25 Kilometer an. Leider fehlen rund 3 Kilometer der Strecke, da mein GPS ausgefallen oder die App abgestürzt ist – gemerkt habe ich das leider erst wieder am Praterstern. Was die Gehzeit betrifft, muss ich zugeben, dass ich an diesem Tag etwas langsamer unterwegs war als gewöhnlich; normalerweise halte ich ein schnelleres Tempo.
Danach geht es hinauf zum Ahlhorn – und ab hier beginnt eine mittelschwere Kletterei, ab der es erst richtig anspruchsvoll wird! Ein wichtiger Hinweis: Diesen Abschnitt sollte man keinesfalls begehen, wenn man nicht absolut alpin erfahren ist oder unter Zeitdruck steht. Ich habe die Anforderungen dort selbst ein wenig unterschätzt.
Vom Ahlhorn bis zum Mitterhorn konnte ich leider keine Fotos machen. Die ungesicherte Gratüberschreitung war teilweise wirklich extrem schwierig und fordernd, da auf diesem Teilstück keinerlei Drahtseilversicherungen vorhanden sind.
Dafür hat man danach diesen Ausblick – ist auch etwas wert
Das Mitterhorn
Als Nächstes steht der Übergang zum Persailhorn an. Auch dieser Abschnitt darf keinesfalls unterschätzt werden: Er ist zwar nicht mehr ganz so anspruchsvoll wie die Kletterei zwischen Ahlhorn und Mitterhorn, erfordert aber weiterhin volle Konzentration.
Das Persailhorn
Ab hier beginnt schließlich der Abstieg. Bei mir war es ein kleiner Umweg: Am Mitterhorn war ich mir zuerst unsicher, ob ich die Route über das Breithorn wählen oder doch lieber über das Persailhorn absteigen sollte. Ich bin sogar noch ein Stück in Richtung Breithorn vorausgegangen, habe mich dann aber für die Umkehr entschieden. Letztendlich führte mich der Weg über das Persailhorn und den Südwandsteig hinunter zur Wiechenthaler Hütte.
Das macht dann den Rest der Kilometer aus. Zählt man die rund 3 fehlenden GPS-Kilometer dazu, kommt die gesamte Runde auf 40 Kilometer. Das ist also durchaus eine Tour, die einiges an Zeit beansprucht und eine solide Ausdauer voraussetzt. Aber jeder Schritt lohnt sich – sie ist den Zeit- und Kraftaufwand einfach absolut wert!
Grundsätzlich ist Moral – egal ob man es nach Kant oder modern betrachtet – ein Abwehrmechanismus. In der modernen Welt dient Moral eher dazu, um andere Menschen zu kontrollieren und seine sadistische Seite auszuleben. Wenn ich es nicht will, soll es auch kein anderer wollen. (Also eine Neurose mit sadistischem Charakter oder die Borderline-Struktur sowie die psychotische Struktur, je nach Ausprägung.)
Also ist Moral, so wie wir sie leben, ein Produkt, das Menschen kontrollieren soll und somit berechenbar macht. Das war schon so, als die Bibel geschrieben wurde, und heute ist es nicht anders. Also ein Konditionierungsapparat zur gezielten Verhaltensänderung und -steuerung im Willen des Bestrafens. Man muss nicht denken, sondern nur das tun, was gewünscht und maßgeblich für die „Mehrheit“ ist. Wobei die Mehrheit immer sehr subjektiv betrachtet werden muss, da es sich um eine scheinbare Mehrheit handelt. Meist sind es die, die am lautesten sind, oder jene, welche die größte Unterstützung aus den Reihen der Medien oder Justiz erfahren.
Diese willkürliche Interpretation von dem, was Moral zu sein hat und wie diese interpretiert wird, ist sehr unterschiedlich und von Mensch zu Mensch verschieden. Somit ist Machtmissbrauch im Sinne der Umsetzung unvermeidlich.
Nach Kant – der ja Moral danach einteilte, ob man pflichtgemäß oder aus eigener Pflicht handelt – sollte man eher dazu neigen, selbst zu denken und zu tun, was man sich selbst auferlegt (somit entgeht man laut Kant auch dem Determinismus) und nicht danach, ob es nur dem Eigenzweck dienlich und, wenn es nicht kontrolliert oder bestraft wird, auch nicht falsch ist.
Kant hat mit seiner legendären Aussage „Sapere aude“ – sich also seines eigenen Verstandes zu bedienen – einen Meilenstein in der Geschichte der Moralphilosophie gelegt.
Sodann komme ich also zu der modernen Moralvorstellung – Moral als Abwehrreaktion des Ichs, um sich selbst aus der Schuld zu befreien.
Hier kommt Nietzsches Ausspruch gerade recht, wenn man sagt: „Das habe ich getan, sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben – sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt mein Gedächtnis nach.“
Dieser Satz stammt aus dem Buch „Jenseits von Gut und Böse“, wobei wir bei der modernen Psychoanalyse sind, also bei Melanie Klein und Otto Kernberg (Zweiterer verbreitet immer noch sein Wissen unter den Menschen).
Diese zwei großartigen Denker haben das Prinzip der Spaltung im psychischen Sinn eingeführt – Melanie Klein als Vorreiterin und Otto Kernberg, der diesen Gedanken fortgeführt hat.
Melanie Klein hat entdeckt, dass Säuglinge in den ersten Tagen der Hirnentwicklung zu spalten beginnen. Es ist also strukturell und elementar in der Hirnentwicklung und somit auch in der Bindungspsychologie relevant.
Der psychische Mechanismus der Spaltung nach Melanie Klein, wobei Spaltung immer bedeutet: Das Ich und das Selbst werden gespalten – aber auch das Objekt.
Die eigenen aggressiven Impulse werden als bedrohlich erlebt und abgespalten, das heißt, sie gehören nicht mehr zu mir.
Was passiert aber mit ihnen? Sie werden nach außen projiziert – und zwar nach außen auf die Beziehung zum Objekt oder bei Melanie Klein auf die Brust der Mutter.
Damit ist das Erleben der Brust nun gespalten in zwei Teile, und zwar in eine ganz gute und in eine ganz böse Brust – oder Objekt. Um beide auseinanderzuhalten, werden beide Qualitäten sozusagen übertrieben. Es gibt dann eine ganz gute und idealisierte und eine ganz böse, verfolgende Brust.
Von außen würde man sagen, es ist die gleiche Mutter oder Person, subjektiv wird es als zwei unterschiedliche Zustände erlebt – sowohl im Selbsterleben als auch im Erleben des Objekts. Das heißt, mit der Spaltung geht immer auch die projektive Identifizierung einher. Eigene aggressive Anteile des Babys, die abgespalten werden, werden nach außen projiziert auf das Objekt, das Objekt wird mit diesem Affekt identifiziert und mein eigener Affekt kehrt mir sozusagen von außen als böser Verfolger wider.
Anders formuliert: Das sehr unreif entwickelte Ich kann noch keine Ambivalenzen oder Gefühlsambivalenzen ertragen. Das heißt, es gibt entweder Schwarz oder Weiß, und dass ich zu so einem wichtigen Objekt wie der Mutter solche Gefühle habe, kann noch nicht integriert werden und deshalb werden diese auseinandergehalten.
Es geht also um den Verbleib der aggressiven Regungen, die sozusagen ihren Aggregatzustand ändern. Sie sind jetzt nicht mehr in mir und gehören zu mir, sondern sie gehören im Außen zum Objekt und werden dann paranoid erlebt, nämlich als verfolgend von außen.
Nochmal anders: Das frühe Ich kann nicht nur keine Ambivalenz aushalten, sondern auch keine Abwesenheit denken. Das heißt, alles ist immer da, alles ist immer präsent. Entweder die gute Brust ist da (wenn der Hunger gestillt ist und alles gut ist) oder die böse Brust ist da und verfolgt mich. Das heißt, die gute Brust ist noch nicht so verinnerlicht, dass sie vermisst werden kann und an sie gedacht werden kann, sondern meine eigene Aggression wird immer als paranoid-verfolgend von außen erlebt. Es ist immer alles gut oder schlecht – es gibt keine Abwesenheit.
Kernberg fasst es in einem „Schwarz-Weiß-Denken“ zusammen, das ein psychotisches Niveau erreichen kann und eine völlige innere Desintegration des Denkens ist. Eine panisch-psychotische Funktion des Ichs, um seine Auflösung zu verhindern – wohl ein Identitätskonflikt, der die Grenze zwischen Innen- und Außenwelt zusammenbrechen lässt und somit eigene Ängste als reale Bedrohungen wahrnehmen lässt. Die Realitätsprüfung des Ichs (Ich-Selbst-Gefüge) geht verloren und es kommt zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen, da sich die inneren Bilder nicht mehr von den äußeren trennen lassen.
Das Borderline-Niveau, auf dem es als klassischer Abwehrmechanismus benutzt wird: Es wird gespalten, um sein eigenes Ich vor einem inneren Chaos zu schützen – die Welt wird in „Gut und Böse“ gespalten. Man idealisiert Menschen (Liebe zum Beispiel ist so ein Zustand). Die Realitätsprüfung funktioniert, aber emotional ist man sehr instabil.
Das neurotische Niveau ist eine reife Form der Aufarbeitung der Spaltung im Inneren. Die Aufarbeitung erfolgt über Verdrängung, und unangenehme, nicht integrierbare Emotionen werden ins Unbewusste verschoben.
Um das klar zu formulieren: Mein Zugang zu Moral ist jener, dass wir spalten – und zwar, weil uns das Sicherheit und Berechenbarkeit gibt. Und zwar deshalb, weil es eine Regression ist, und diese verleiht uns Sicherheit – wie im Schoß der Mutter. Somit ist meine Antwort auf die Frage: „Was ist Moral und ist sie ein Naturgesetz?“, es ist der Grundstock unserer Gehirnentwicklung, und ja, Moral ist in Hinsicht auf unser Denken ein Naturgesetz. Sobald wir, also als Säugling aus dem Uterus in die Welt entkommen, kommen Widerstände und der „Verlust des Paradieses“, wie Freud es einst in seinem Buch „Hemmung, Symptom, Angst“ formulierte, auf ihn oder sie zu! Des Weiteren muss der Säugling zuerst einmal verstehen, dass er eine Person ist und nicht mit der Mutter eine Person darstellt.
Da ich seit einiger Zeit die psychische Spaltung entdeckt habe, muss ich sagen, dass mich der Vorgang einfach fasziniert. Da, nach Melanie Klein, die Spaltung bereits mit dem Säuglingsalter beginnt, ist es umso faszinierender.
Es erklärt die menschliche Natur oder den Gedankengang und Handlungsweise, welcher für mich immer noch ein großes Rätsel ist, wie gewisse Dinge nicht registriert und Sachen als wahr anerkannt, welche nur auf einem Gefühl beruhen oder einfach nur deshalb als wahr anerkannt, da einem das Gefühl vertraut erscheint.
Wie auch immer der nachfolgende Text soll die Spaltung etwas erklären. Man müsste noch Otto Kernberg, der diese Idee der psychischen Spaltung etwas genauer erläutert und Melanie Kleins Gedanken weitergedacht hat – aber da ich gerade an meine SAF oder Facharbeit schreibe, habe ich dafür momentan keine Ressourcen.
Spaltung nach Melanie Klein!
kurze Erklärung –
¤ Objekt = das Gegenüber/
¤ das Subjekt = man selbst oder das Ich/
¤ das Selbst = Uber-Ich, Ich und das Es – also der gesamte psychische Apparat /
¤ Projektion = eigene Gefühle oder Emotionen können nicht integriert und werden auf das Gegenüber „projiziert“
Der psychische Mechanismus der Spaltung nach Melanie Klein: Wobei Spaltung immer bedeutet, das Ich und das Selbst wird gespalten – aber auch das Objekt. Die aggressiven Impulse werden als bedrohlich erlebt und abgespalten, das heißt sie gehören nicht mehr zu mir.
Was passiert aber mit ihnen? – sie werden nach außen projiziert
Was heißt, nach außen auf die Beziehung zum Objekt oder bei Melanie Klein auf die Brust der Mutter. Damit ist das Erleben der Brust nun gespalten in zwei Teile und zwar in eine ganz und gar gute und in eine ganz böse Brust – oder auch das Objekt.
Um beide auseinanderzuhalten, werden beide Qualitäten sozusagen übertrieben. Es gibt dann eine voll und ganz gute also idealisierte und eine ganz böse verfolgende Brust. Von außen würde man sagen, es ist die gleiche Mutter oder Person, subjektiv wird es als zwei unterschiedliche Zustände wahrgenommen. Sowohl im Selbsterleben als auch im Erleben des Objekts.
Das heißt, mit der Spaltung geht immer auch die projektive Identifizierung einher.
Eigene aggressive Anteile des Babys, die abgespalten werden, werden nach außen projiziert auf das Objekt, das Objekt wird mit diesem Affekt identifiziert und mein eigener Affekt kehrt mir sozusagen von außen als böser Verfolger wieder.
Anders formuliert: das sehr unreif entwickelte Ich, kann noch keine Ambivalenzen oder Gefühlsambivalenz ertragen, das heißt: Es gibt entweder schwarz oder weiß und dass ich so einem wichtigen Objekt, wie der Mutter solche Gefühle habe, können noch nicht integriert werden und deshalb werden sie auseinandergehalten!
Es geht also um den Verbleib der aggressiven Regungen, die sozusagen ihren Aggregatszustand ändern, sie sind jetzt nicht mehr in mir und gehören zu mir, sondern sie gehören außen zum Objekt und werden dann paranoid erlebt, nämlich als verfolgend von außen.
Nochmal anders: das frühe Ich kann nicht nur keine Ambivalenz aushalten, sondern auch keine Abwesenheit denken: das heißt alles ist immer da, alles ist immer präsent. Entweder die gute Brust ist da (wenn der Hunger gestillt ist und alles gut ist) oder die böse Brust ist da und verfolgt mich, das heißt die gute Brust ist noch nicht so verinnerlicht, dass sie vermisst werden kann und an sie gedacht werden kann, sondern meine eigene Aggression wird immer als paranoid verfolgend von außen erlebt.
Es ist immer alles gut oder schlecht – es gibt keine Abwesenheit!
Der Standard hat einen guten Artikel über Melanie Klein veröffentlicht – KLICK hier
Des Weiteren ist hier eine gute Zusammenfassung über das Leben und Denken dieser herausragenden Person nach Freud – KLICK hier
Harmonie hat ihren Preis – den Preis des Schweigens, zumindest mancher.
Wir leben in einer Gesellschaft, die das Leiden belohnt und den Widerstand bestraft. Von klein auf lernen wir still zu sein, wenn uns etwas stört.
Es wird uns beigebracht, dass Aufbegehren unreif und Nachgeben Reife und Stärke zeige, aber diese Lehre basiert nicht auf Einsicht, sondern auf Unterwerfung.
Der Preis für den Frieden ist unsere eigene Würde. Die Moral, so wie wir es nennen, ist ein gefährliches Toxin.
Die Verwechslung von Feigheit mit Tugend.
Es ist ein inneres Gefängnis, das aus Höflichkeit selbst gebaut, das Ausweichen ist also nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.
Die Sklavenmoral – so wie Nietzsche sie beschrieben hat – ist eine Moral, die aus Schwäche und Ohnmacht geboren und das Unterwerfen zum Ideal gemacht hat!
Wer sich körperlich nicht durchsetzen kann, erklärt die Passivität als höchstes Gut. Man verleugnet sich selbst, um dazu zu gehören.
Wir müssen wohl alle einsehen, dass wir einer Illusion erliegen, und zwar der Illusion zu glauben, dass wir andere Menschen verstehen können. Das ist so nicht möglich, denn wir können immer nur von unser eigenen Person ausgehen und übertragen unsere Einstellungen und Emotionen auf andere Personen und sind der festen Überzeugung, dass wir eine psychische Verbindung mit unserem Gegenüber haben. Mag sein, dass es sich so anfühlt, aber die wenigsten ziehen in Erwägung, dass unser Hirn uns hier etwas vorspielt, da es mit Erfahrung und Vorhersagen arbeitet.
Wir müssen wohl alle einsehen, dass wir einer Illusion erliegen, und zwar der Illusion zu glauben, dass wir andere Menschen verstehen können. Das ist so nicht möglich, denn wir können immer nur von unser eigenen Person ausgehen und übertragen unsere Einstellungen und Emotionen auf andere Personen und sind der festen Überzeugung, dass wir eine psychische Verbindung mit unserem Gegenüber haben. Mag sein, dass es sich so anfühlt, aber die wenigsten ziehen in Erwägung, dass unser Hirn uns hier etwas vorspielt, da es mit Erfahrung und Vorhersagen arbeitet.
Hierzu fällt ein Beispiel aus dem Krankheitsbild der Depression oder Angststörung … bin noch nicht fertig, da kommt noch was!
Kleine bis mittelgroße Säuger, die in der Ernährungsweise und im Aufbau des Gebisses den Nagetieren ähneln. Ihr Schwanz ist kurz oder fehlt fast völlig. Die sohlen sind behaart. Der knöcherne Gaumen ist stets kurz, dafür sind die Foramina incisiva und die Choanen groß.
Alle Lagomorphen besitzen 2/1 Schneidezähne, die zeitlebens nachwachsen. Die oberen 2. Schneidezähne sind klein und als Stiftzähne ausgebildet (siehe Abb. 2), zwischen Schneide- und Backenzähnen ein großes Diastema. Backenzähne wachsen bei rezenten Arten zeitlebens nach. I1 vorn stets mit Längsrinne. Der Schmelz umgibt die Schneidezähne vollständig.
2 Ordnung Lagomorpha – Hasentiere
-Zur Taxonomie. Die Lagomorpha wurden ursprünglich als Unterordnung Duplicidentata zu den Rodentia gestellt. GlDLEY (1912) hat als erster ihre Eigenständigkeit hervorgehoben und sich dafür ausgesprochen, die Hasenartigen als eigene Ordnung abzutrennen. Dem sind die Taxonomen nach einigem Zögern gefolgt. Sie haben die nächsten Beziehungen bei verschiedenen anderen Ordnungen vermutet, ohne sich entscheiden zu können. LUCKETT (1985) und CHUAN-KUEI et al. (1987) versuchen zu begründen, daß unter den rezenten Säugetieren die Rodentia die nächsten Verwandten der Lagomorpha sind. Hierfür sprechen vor allem Homologien im Schneidezahngebiß (s. S. 8) und Übereinstimmungen im Bau der Plazenta. WADDELL et al. (1999) sprechen sich auf Grund der ihnen vorliegenden Studien mit einer “mittleren Sicherheit” von 50- 80% für ein Schwestergruppen-Verhältnis zwischen Rodentia und Lagomorpha aus; sie lassen die Bezeichnung Glires für das die beiden Gruppen zusammenfassende Taxon wieder aufleben. Schwer zu beurteilen sind zwei fossile, seit dem Palaeozän bekannte Familien, die Eurymyliden und die Mimotoniden. CHUAN-KUEI et al. (1987) zeichnen ein Beziehungsschema, nach dem die Mimotoniden die Schwestergruppe von Lagomorpha und Rodentia wären, die Eurymyliden aber Schwestergruppe der Rodentia allein.
Umfang der Ordnung. Rezent 2 Familien, die Ochotonidae und die Leporidae. Zu den Ochotonidae gehört allein die Gattung Ochotona mit 19 Arten, zu den Leporiden zählen 11 Gattungen mit 46 Arten. Die Artenanzahl ist allerdings in beiden Familien noch etwas umstritten. In Europa sind Ochotoniden zwas bis ins Holozän vorgekommen, heute aber ausgestorben.
Fortpflanzungsperiode: Beginnt in Europa in der Regel im Dezember mit dem ersten Auftreten geschlechtlich aktiver Männchen, bzw. im Januar mit dem Auftreten der ersten trächtigen Weibchen. Endet im September, seltener im Oktober mit den letzten Trächtigkeiten. Nur vereinzelt geschlechtlich aktive Tiere beiderlei Geschlechts bis in den Dezember hinein. Fortpflanzungszyklus photoperiodisch gesteuert (MARTINET 1976). Unter den Bedingungen der Nordhemisphäre resultiert herbstliche Depressionsphase (keine Fortpflanzung, geringstes Gonadenvolumen und -gewicht). Andere exogene (z.B. Witterung, Klima) und endogene Faktoren (z.B. Ernährungszustand) beeinflussen Fortpflanzungsaktivität, können sie verzögern, unterbrechen oder beenden.
Regionale und jährliche Abweichungen von den oben genannten Normwerten für Beginn und Ende der Periode. Bei mildem Klima erste Geburten im Januar, sonst gewöhnlich im Februar, bei kalter Witterung auch erst im März.
Bei männlichen Feldhasen sind die Gonaden ab September, spätestens in den Monaten Oktober und November in völliger Ruhe. Das Hodengewicht erreicht ein Minimum. Die Hoden sind in diesem Zustand in die Leistengegend zurückgezogen. Die Spermatogenese ist dann unterbunden. Die Hoden sind etwa ab Mitte Dezember wieder in das Skrotum zurückverlagert und sichtbar.
Das durchschnittliche Hodengewicht nimmt ab Dezember rasch zu, es erreicht im März ein Maximum und fällt bereits ab Juli wieder ab (RACZYNSKI 1964, ZÖRNER 1996, Abb. 5). Parallel zur Entwicklung des Hodengewichts ändert sich der Anteil geschlechtlich aktiver Männchen im Jahresverlauf (Abb. 6). ZÖRNER (1996) geht davon aus, dass erst ab einem Testesgewicht von 5 g die Spermatogenese in Gang kommt.
Bei weiblichen Feldhasen ist die Gonadenentwicklung im Jahreszyklus ähnlich, jedoch um einen Monat verschoben. Die Ovarien weisen im November, Dezember das geringste Gewicht und Volumen auf. Erst ab Januar nimmt das Ovargewicht rasch zu und erreicht ein Maximum zwischen Februar und April (RACZYNSKI 1964, ZÖRNER 1996).
Die geschlechtliche Aktivität beginnt und endet somit bei Häsinnen im Durchschnitt etwa einen Monat später als bei den Rammlern. RACZYNSKI (1964) fand in Polen im Jahr 1959 die ersten trächtigenWeibchen im Januar; in der zweiten Januarhälfte waren 20 % der untersuchten Tiere trächtig, im Februar 85 %; die letzten trächtigen Häsinnen wurden im September festgestellt; im Folgejahr traten trächtige Weibchen erst im Februar auf. BROEKHUIZEN und MAASKAMP (1981) fanden in den Niederlanden im Zeitraum 1968 bis 1973 trächtige Häsinnen ebenfalls von Januar bis September. HEWSON und TAYLOR (1975) stellten in Schottland im Rahmen einer 13jährigen Untersuchung folgende Schwankungsbreiten fest: Erste Trächtigkeit 19. Januar bis 28. Februar (Durchschnitt 4. Februar), letzte Trächtigkeit 1. August bis 30. Dezember (Durchschnitt 19. Oktober); die Länge der Fortpflanzungsperiode betrug im Schnitt 259 Tage (bei einer Spannweite von 176 – 344 Tagen). FRYLESTAM (1979) gibt für Schweden an, dass die ersten Geburten im Februar Vorkommen und dass die Fortpflanzung im September, seltener im Oktober endet. HANSEN (1992) fand bei Untersuchungen in Dänemark von 1984 bis 1987 trächtige Häsinnen von Anfang Februar bis Ende August.
Er schätzte nach dem Entwicklungszustand der Embryonen, dass die ersten Geburten Mitte Februar und die letzten Ende September stattfanden. PEGEL (1986) untersuchte die Jagdstrecke des Jagdjahres 1984/85 in verschiedenen Gebieten Westdeutschlands und rechnete vom Augenlinsengewicht der Junghasen auf den Geburtsmonat zurück. Danach stammten auf der Nordseeinsel Föhr die ersten Junghasen aus dem Geburtsmonat Januar, die letzten wurden im September geboren. Auf dem Festland reichte die Spanne von Februar bis Oktober. ZÖRNER (1996) fand in Sachsen-Anhalt (BRD) im Zeitraum 1967 bis 1969 die ersten geschlechtlich aktiven Häsinnen im Januar (5%), im Februar waren es bereits 79 %; die letzten Geburten fielen in den September. MÖLLER (1976) ermittelte für ostdeutsche Bezirke im Zeitraum 1966 bis 1971 eine Länge der Reproduktionszeit von durchschnittlich 236 Tagen (Variationsbreite 215 bis 256 Tage). ZÖRNER (1996) gibt nach eigenen Befunden an, dass die Reproduktionszeit in Ostdeutschland im Durchschnitt 220 Tage andauert und sich jährlich um 1 bis 1,5 Monate verlängern oder verkürzen kann.
Grundsätzlich verläuft der Fortpflanzungzyklus in anderen Erdteilen, wo der Feldhase eingebürgert wurde, nach gleichem Muster, wenn die Verschiebung der Jahreszeiten berücksichtigt wird. Es ergeben sich lediglich mehr oder weniger lange Fortpflanzungsperioden in Abhängigkeit vom Klima (vgl. z.B. BONINO und Montenegro 1997, Dietrich 1985, Flux 1967).
T r a g z e i t: 42 bis 43 Tage. Verkürzung des Abstandes zwischen zwei Geburten durch Superfötation möglich.
Die Tragzeiten können sich zwar unter günstigen Bedingungen nahezu lückenlos aneinanderreihen (RlECK 1956). Jedoch ist das keineswegs die Regel, meist sind Pausen eingeschaltet. Dies folgt allein aus der durchschnittlichen Anzahl der Sätze pro Jahr und der Länge der Fortpflanzungsperiode. Bei Gefangenschaftshaltung ist es aber nicht selten, dass der Abstand zwischen zwei Geburten sogar weniger als 42 Tage beträgt.
Diese Verkürzung wird durch eine Superfoetation ermöglicht. Noch während der Trächtigkeit wird dabei eine erneute Ovulation durch Kopulation ausgelöst. Nach CAILLOL und MARTINET (1983) fuhren Sexualkontakte frühestens ab dem 34. Tag der Trächtigkeit, meist jedoch erst zwischen dem 38. und 40. Tag zu einer „Schachtelträchtigkeit“.
Der Abstand zwischen zwei Geburten wäre demnach nur um wenige Tage geringer als 42. SLAMECKA und SEBOVA (1991) zeigen jedoch, daß in Einzelfällen auch wesentlich kürzere Intervalle zwischen zwei Geburten möglich sind (24 und 27 Tage). Superfoetation kann auch Vorkommen, wenn beide Uterushörner Embryonen enthalten. Die Befruchtung der Eier erfolgt durch überlebende Spermien des vorletzten Geschlechtspartners.
Es ist also nicht erforderlich, dass Spermien aus der letzten Paarung die noch vorhandenen Embryonen passieren müssen (ausführliche Diskussion zum Thema Superfötation siehe u.a. ZÖRNER 1996). Bei in der freien Wildbahn lebenden Hasen kommt die Superfötation aber in der Regel nicht vor (vgl. Raczynski 1964, Broekhuizen und Maaskamp 1981).
Anzahl der Würfe im Jahr: In Europa 1 bis 4, am häufigsten 3 Würfe pro Häsin. Allgemein ist es schwierig, im Freiland die Anzahl der Würfe zu bestimmen, weil die Fortpflanzungsaktivität einem individuellen Muster folgt und nicht synchronisiert ist. Nach FRYLESTAM (1979) schwankt in Schweden die durchschnittliche Anzahl der Würfe von Gebiet zu Gebiet und von Jahr zu Jahr zwischen 2,1 und 3,1. Einen Wurf im Jahr hatten 3 % aller untersuchten Häsinnen, zwei Würfe 8 %, drei Würfe 69 °/o und vier Würfe 14 %. Für Westpolen geht PlELOWSKI (1976a) im Zeitraum 1966 bis 1973 von durchschnittlich 3,2 Würfen pro Jahr aus.
Dies entspricht weitgehend den Ergebnissen von RACZYNSKI (1964), der für das Untersuchungsgebiet in der gleichen Region Polens durchschnittlich 3,4 Würfe pro Häsin annimmt und auf Grund des Anteils trächtiger Häsinnen im Jahresverlauf schätzt, dass der erste Wurf am häufigsten in die Monate März/ April, der zweite im Mai/Juni und der dritte im Juli/August anfällt und dass einige Tiere zum vierten Mal am Ende der Reproduktionsphase werfen. HANSEN (1992) fand in Dänemark im dreijährigen Untersuchungszeitraum 1984 bis 1986 vier Würfe nur in zwei Jahren. In jedem Jahr gab es auch Häsinnen ohne Anzeichen von Fortpflanzungsaktivität (14 bis 21%). Unter Berücksichtigung der unproduktiven Weibchen berechnete HANSEN die durchschnittliche Anzahl der Würfe mit 1,93 bis 2,54 pro Jahr. ZÖRNER (1996) ermittelte für Ostdeutschland in den Jahren 1967 bis 1969 die Durchschnittswerte 3,5; 3,7; 2,4. Für erstmals an der Reproduktion beteiligte Häsinnen nimmt er geringere Durchschnittswerte als für ältere Tiere an. BENSINGER et al. (2000) fanden in westdeutschen Gebieten in den Jahren 1997 und 1998 im Schnitt 4,2 Sätze pro Jahr, bei einer allerdings geringen Stichprobe von 28 untersuchungsfähigen Uteri. ZÖRNER (1996) wertet Literatur aus verschiedenen Ländern aus und zeigt damit regionale, u.a. klimatisch bedingte Unterschiede auf:
Im Süden des europäischen Teils der ehemaligen UdSSR werden drei bis vier Sätze pro Jahr für möglich gehalten, im zentralen Teil jedoch nur zwei; in Rumänien wird mit vier Würfe pro Jahr gerechnet; für Neuseeland, bei längerer Fortpflanzungsperiode werden fünf Würfe pro Jahr genannt. MARTINET (1976) gibt für Käfighaltung durchschnittlich 4,1 Sätze pro Jahr bei natürlichem Lichtzyklus an und 6,9 Sätze pro Jahr unter künstlicher Beleuchtung im Langtag (16L/8D). SLAMECKA und SEBOVA (1991) fanden maximal 6 Würfe pro Jahr bei Käfighaltung, wobei in diesen Fällen die Würfe innerhalb einer Zeitspanne von 183 bis 189 Tagen erschienen und die Intervalle zwischen den Geburten durch Superfötation verkürzt waren (durchschnittliches Intervall 36 bis 38 Tage).
Schädel: Auffällig sind die siebartigen Durchbrüche vor allem an den vorderen, seitlichen Flügeln der Maxillaria, in geringerem Umfang aber auch an Squamosum, Occipitale, Parietale und Interparietale. Von den Stirnbeinen ausgehende Supraorbitalfortsätze überdecken die Augenhöhlen, die vor allem von den großen Augen eingenommen werden, wogegen für den kleinen M. temporalis nur wenig Platz bleibt. Trotz großer innerartlicher Variabilität spielt ihre Gestalt auch bei der Unterscheidung der Arten eine Rolle. Dasselbe gilt für die Breite der Foramina incisiva und der Fossa mesopterygoidea im Verhältnis zueinander, zur Länge des knöchernen Gaumens und des Gesamtschädels. Bei ausdauernd laufenden Leporiden ist die Fossa mesopterygoidea anscheinend breiter als bei Kurzstreckenläufern wie dem Kaninchen. Im Zusammenhang damit dehnen sich auch die Vomeres und das Ende der Nasenscheidewand bei Läufern weiter nach hinten aus. Am Unterkiefer fallen der große, plattenförmige Winkelfortsatz und der hohe, den rudimentären Kronenfortsatz überragende Gelenkfortsatz auf. Zwischen M3 und der Gelenkfläche verläuft eine labial vom Kronenfortsatz begrenzte Rinne. Gehörkapsel und äußerer Gehörgang werden ausschließlich vom Ectotympanicum gebildet.
Quelle: Handbuch der Säugetiere Europas: Hasentiere
Die Fortsetzung des Textes von „Ist Moral ein Naturgesetz“
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Mensch mehr mit sich selbst beschäftigt ist, als dass er sich mit den Problemen anderer auseinandersetzen kann.
Ich habe gemerkt, dass Menschlichkeit meist unter einem anderen Stern leuchtet, als wir es uns eingestehen wollen, denn man wird in der Nahrungskette höher gereiht, desto korrupter und verlogener man ist.
Machtmissbrauch steht an der Tagesordnung und man tut, wie man will und macht sich die Welt, wie sie einem gefällt.
Möchte sagen, dass man Wörter oder Satzfügungen oft frei interpretiert. Jeder interpretiert Sätze, so wie er möchte oder Wörter werden nach gut dünken einfach frei umformuliert, sodass man sich kein schlechtes Gewissen machen muss. Ich forme nach meinen Bedürfnissen um und schaffe mir so ein Problem von der „Seele“.
(Wenn ich vom Wort „Seele“ spreche oder schreibe, muss ich vom Dualismus ausgehen, wobei ich aber eindeutig den Materialismus oder den Monismus bevorzuge.)
Das ist bei Menschen mit sehr geringen Wissensstand öfter zu beobachten. Sie sind sich ihrer Sache so sicher und hinterfragen ihr eigenes Ich oder deren Entscheidungen nicht, sodass sie eine andere Logik oder Meinung sofort als falsch oder unrichtig interpretieren und kategorisch ablehnen.
Es wird nach Pflichtmäßigkeit oder pflichtgemäß gehandelt, mit anderen Worten es wird getan, sofern man nicht beobachtet oder bestraft wird, egal ob es moralisch verwerflich oder gegen ein Gesetz verstößt.
Man kann auch in der Pflicht handeln, also man setzt sich Ziele und ethische Handlungsrichtlinien, die man einhält und befolgt, was einer eigenen Handlungs- und Moralstrategie folgt. Man handelt aus innerer Überzeugung, man denkt selbst über die Welt und das Leben nach, was bei pflichtgemäßem Handeln eigentlich nur von außen gesteuert wird. Man hat also keine innere Überzeugung hinsichtlich Moral, man macht alles nur des eigenen Vorteils willen.
Bezüglich Determinismus: »Beweist moralisches Handeln und Denken die Handlungs- bzw. Willensfreiheit des Gehirns oder ist sie ein Naturgesetz und wir unterliegen völlig den Gesetzen dieser und sind unfrei?«
Womit ich meine, dass die Entwicklung dahingehend ein Naturgesetz ist und es ein „normaler“ Prozess zu sein scheint. Also wenn ein höher entwickelter Mensch oder Wesen dies beobachten würde, dann täte er/sie/es dies vorhersehen und wüsste somit auch die nächste Entwicklungsstufe!?
Freud entwickelt die Idee des psychologischen Determinismus – also muss man von einer neuronalen Bedingtheit bezüglich des psychologischen Determinismus ausgehen! Ein „freier“ Wille scheint nicht wünschenswert sowie nicht logisch – es kann also nur artspezifisch gedacht und gehandelt werden?!
Wenn man die Definition vom Verb „wollen“ zum Substantiv „Willen“ macht, verschiebt man die Bedeutung – das heißt, wie man es definiert macht einen Unterschied.
Wenn man dies tut, verschiebt man die Aufmerksamkeit von sich zu einer Instanz in einem. Nicht ich will es, sondern eine Instanz in mir. Was auch Relevanz bezüglich der Existenz eines Ichs in einem hat.
Hauptsächlich geht es darum, dass gewisse Entscheidungen als frei betrachtet werden können, denn eine Entscheidung gilt dann als frei, wenn man das Gefühl hat, nicht von seiner Umwelt dazu gedrängt oder beeinflusst worden zu sein.
Laut Immanuel Kant ist Willensfreiheit die Kraft des Menschen sich nicht durch äußere Einflüsse zu etwas zwingen zu lassen und zu einem großen Teil davon, wieviel der Mensch von seinen Gewohnheiten abhängig ist. Also, so Kant, hängt sie von der Vernunftfähigkeit des Individuums ab …
Wir sind mehr mit unseren Ich-Instanzen beschäftigt und deren Kontrolle darüber im Ich, sodass wir unserem Gegenüber keine adäquate Antwort geben können. Wobei „können“ hier wörtlich zu nehmen ist, da wir einfach nicht in der Lage sind, schon aufgrund des Egos oder das Ich, wie Freud es nannte, uns selbst einfach wichtiger nehmen als andere, da wir sonst unser Selbst aufgeben und das wäre einfach unklug und sogar gefährlich für unser Befinden.
Empathie ist sehr kritisch zu sehen, zumindest meiner Meinung nach.
Die Welt ist unsere Vorstellung und dem Gehirn inklusive unserer körperlichen Eigenschaften, entkommen wir nicht. Unser Unbewusstes – was ja unser Wesen ausmacht – beherrscht uns und wir können den Moralvorstellungen des Über-Ichs, welches ja laut Freud die Schicksalsmacht in unserem Wesen ist, nicht entkommen.
Grundsätzlich ist es nicht schwer, dass unser Gehirn uns Gedanken, Gefühle oder sogar Handlungen, die wir tätigen werden, voraussagt.
Woher kommen die Gedanken und Gefühle, welche wir täglich empfinden und nach denen wir handeln?
Aus dem Unbewussten und meist aus dem Über-Ich, der Moral-Instanz im Kopf, also wenn wir fühlen “Das ist richtig, das mache ich“ ist es meist das Über-Ich, das unser Handeln freigibt und für richtig erklärt. Sodann kommt dann aber doch das Es (die Triebinstanz im Kopf) zum Zug und bahnt sich seinen Weg ins Handeln, nachdem es vom Über-Ich für gut befunden und als Handlung für richtig eingestuft wurde.
Oder unser Es bahnt sich ohne Zustimmung des Über-Ich den Weg ins Handeln und wir tun etwas, was wir nicht wollen (zumindest nicht bewusst) und anschließend haben wir ein schlechtes Gewissen. Das passiert meist, wenn ein Trieb zu stark unterdrückt und auch nicht darüber gesprochen wird.
Wir sollen unsere Triebe nicht unterdrücken und darüber reden können, was aber meist im sozialen Kontext nicht gern gesehen oder gehört wird. Vieles ist immer noch ein Tabu-Thema und ich erschrecke oft, wie infantil viele Menschen noch über Fortpflanzung und Sex denken und sich dieses Thema nicht kundzutun trauen.
Also sind wir nicht fähig zur Kommunikation?
Hat Sprache den ontologischen Status eines 5-Euro Scheins – sie dient also nur dazu, unsere Wünsche und Bedürfnisse im narzisstischen Ausmaß durchzusetzen?
Die Grundidee der Demokratie ist, dass Menschen Rechte haben und im Idealfall die gleichen wie alle anderen.
Wenngleich es sich hierbei um ein Ideal handelt, sollte man sich doch damit auseinandersetzen.
In der modernen Gesellschaft liegt hier ein Problem, das sich auf jeden Fall immer wieder zu wiederholen scheint. Eine näher nicht benannte Partei, verlangt schon seit Längerem, dass gewissen Menschen diese Rechte aberkannt werden und sodann ohne jegliche Prüfung und wie Menschen ohne Rechte in ihr Heimatland zurückgebracht werden – sei es denn mit Gewalt oder nicht.
Man kann das auf der ganzen Welt momentan beobachten und sich darüber Gedanken machen, welchen Ursprung dieser Gedanke oder die verlangte Handlung wohl haben kann.
Jedoch möchte ich bei dem Grundgedanken dieser Idee verharren und mich darauf vertiefen, dass Menschen, welche in diesem Spektrum der Demokratie verweilen, ihr Ansinnen kundtun dürfen.
Man muss anerkennen, dass die Demokratie am Scheitern zu sein scheint, wenn gewisse Gruppen darauf beharren, dass nur sie das Volk vertreten und alle anderen Verlierer seien und somit keine Rechte mehr besitzen?!
Oder ist von einem Wahn auszugehen, wenn eine Gruppe nicht locker lässt und mit 29 % der Stimmen behauptet, die Grundidee der Demokratie zu vertreten und die anderen 71 % nur noch Verlierer und kein Stimmrecht mehr besitzen sollen?
Trotz alledem muss man sagen, dass diese Gruppe, welche sich noch in einer Minderheit befinden – das subjektive Gefühl einer Mehrheit verbreiten!?
Sie sehen sich meist als Opfer, eines von ihnen nicht gewollten Systems und prangern an, dass das System, in welchem wir leben, keine Demokratie mehr sei. Für einige scheint Demokratie nur eine gewaltsame Durchsetzung der eigenen Überzeugungen.
Demokratie ist auf Gemeinwohl aufgebaut und man muss sehen, was will die Mehrheit, ohne die Minderheiten zu vergessen, denn eine Gleichheit vor dem Gesetz schützt uns vor Willkür nur leider nicht vor repressiven Maßnahmen, wie es aussieht.
Ein aktives Recht der Selbstbestimmung muss einem zustehen, denn was wäre Freiheit ohne Autonomie oder Selbstbestimmtheit, das Gegenteil wäre das passive Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz.
Es gibt die ideale Demokratie wohl nicht, jedoch ist es eine Idee, der wir uns immer um ihre Verwirklichung bemühen sollen.
Also ist das Bemühen wichtig? Es darf kein Zwang sein – oder?
Ein Gleichheitszwang – eine Angleichung an die Mehrheit.
Ist Demokratie nicht auf Gemeinwohl aufgebaut, dann käme es der Rechtlosigkeit gleich – denn das Wort Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Demos: Volk und Kratos: Macht und Stärke – was man mit die Macht geht vom Volke aus übersetzen kann.
Die FPÖ mit Herbert Kickl hätte ich als Visualisierung eines inneren Konfliktes, den man lange ignoriert und so getan hat, als würde man ihn nicht wahrnehmen, gesehen. Mit der Zeit wird die Zustimmung größer und man kann ihn oder den Trieb nicht mehr ignorieren, da er einfach zu mächtig geworden ist und die innere Zustimmung unumgänglich. Die Gesellschaft ist ein Spiegel unserer Psyche, es ist der Gestalter und somit findet sich darin unser Innenleben wieder.
Wenn wir es auch nicht wahrhaben wollen, ist die Realität konstruiert – also von uns geschaffen. Somit ist sie auch veränderbar, denn wäre es ein Naturgesetz, wäre das nicht möglich.
Es gilt allerdings diese psychischen Determinanten ausfindig zu machen, um hier anzusetzen und eine Veränderung möglich werden zu lassen.
Denn meiner Ansicht nach, ist es, auch wenn wir uns noch so viel Mühe geben, immer das Gleiche. Wir, auch wenn wir es anders machen wollen, sind wir in einer Endlosschleife der immer gleiche unbewussten inneren Konflikte und wiederholen somit die gleichen Fehler wieder und wieder, somit bleibt das Ergebnis dasselbe.
Wir sind uns der Auswirkung unserer Handlungen nicht gewahr, denn das Unbewusste übernimmt das Denken und eigentlich auch das Handeln – ERGO: Wenn die psychisch unbewussten Konflikte nicht beseitigt werden, wird auch das Ergebnis immer dasselbe sein!
Sie haben die Kontrolle. Wir setzen Cookies und ähnliche Technologien ein, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten und Interaktionen mit unseren Websites, Produkten und Services zu analysieren und zu messen.
Diese Webseite benutzt Cookies um Ihnen die beste Erfahrung, während Sie durch die Seite navigieren. Hier werden einige Cookies als notwendig erachtet und in Ihrem Browser gespeichert, weil sie essenziell sind für den Ablauf und die Funktionalität der Seite. Außerdem werden Cookies Dritter benutzt um zu verstehen und zu analysieren, wie Sie diese Webseite benutzen. Somit geben wir Ihnen die beste Erfahrung aus unseren Aufzeichnungen. Sie können Sie nicht zulassen, jedoch könnte dies die Leistung der Webseite beeinflussen.
Notwendige Cookies sind absolut unerlässlich um einen flüssigen Webseitengebrauch zu garantieren. Sie sind absolut unerlässlich um die Webseite im vollen zu genießen.
Cookie
Dauer
Beschreibung
checkbox-analytics
11 months
The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Analytics".
checkbox-nötigen- Cookies
11 months
Dieses Cookie wird gebraucht um die Zustimmung des Nutzers zu speichern und ist in der Kategorie "Nötig"
checkbox-others
11 months
The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Other.
checkbox-performance
11 months
Diese Cookies werden in der Kategorie "Performance" gespeichert.
funktioniellen-Cookies
11 months
Dieses Cookie speichert die Einstimmung des Benutzers in der Kategorie "Funktional"
Leistungsbezogene Cookie Richtlinien
11 months
Diese Cookies werden benutzt um die Webseiten-Performance zu verbessern und speichern keine persönlichen Daten!
Diese Cookies werden benutzt um geographische Daten zu erheben. Woher kommt der Nutzer ... sie werden verwendet um die Webseite noch besser auf den Kunden abzustimmen.