Salzburg – eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des Landes und der Stadt

Das Land, das am spätesten zu Österreich gehörte, oder unter die Habsburgische Kontrolle gelangte.

Vor über 2000 Jahren gründeten keltische Stämme das Königreich Noricum. Juvavum – wie Salzburg von den Römern genannt wurde – war innerhalb Noricums, also dem Königreich Noricum.

Um 488 n. Chr. folgte die Völkerwanderung und danach die Christianisierung Germaniens. Im Jahre 696 n. Chr. wurden in den Ruinen der einstigen römischen Stadt Juvavum zwei Klöster errichtet. Schirmherr war der bayerische Herzog Theodo II.

Für Juvavum begann die fränkisch/bayerische Ära auf dem Gebiet des Landes Salzburg. Rupertus, der als Gründer der modernen Stadt Salzburg gilt, erhielt von seinem Gönner große Landgebiete, außerdem ist er der Gründer des Kloster Nonnbergs, welches das älteste ununterbrochene bestehende Frauenkloster der Welt ist.

Im 8. Jahrhundert wurde der Name Juvavum abgelegt und es erhielt den Namen Salzburg oder „Salzstadt“. Dies geht darauf zurück, dass um und in Salzburg das weiße Gold abgebaut wurde. Die Bayern waren nicht die ersten, die mit dem Salz handelten, auch die Kelten handelten mit dem Salz aus dem Salzburger Land.

Salzburg wurde 739 zum Bistum und bereits 798 zum Erzbistum ernannt. Die geistliche bayerische Schirmherrschaft sollte bald 1000 Jahre andauern. 1398 wurde das Erzstift Salzburg gegründet und gehörte bis zum Jahre 1803 als Wahlfürstentum zum Heiligen Römischen Reich und zum Bayerischen Kreis, innerhalb des Römischen Reiches.

Ab dieser Zeit brach eine sehr chaotische Zeit an. Es folgte eine Säkularisierung des Kirchenstaates Salzburg. Ab 1805 gehörte Salzburg das erste Mal zu Österreich.

1809 allerdings, verlor Österreich Salzburg im Krieg an Frankreich. Anschließen wurde Salzburg wieder für 6 Jahre an die Bayern abgegeben. 1816 kommt Salzburg nun endgültig zu Österreich – in Salzburg wohnten zu dieser Zeit nur 8000 Einwohner und es galten die Rechtsvorschriften der Monarchie.

Allerdings wurde Salzburg erst ab 1850 als eigenes Kronland der Monarchie anerkannt und erhielt ein Recht auf Verwaltung.

Und hier der berühmte Satz: „Wenn Salzburg erst so spät zu Österreich gehörte, dann war der berühmteste Sohn Österreichs (Wolfgang Amadeus Mozart – 1756-1791) doch ein Bayer!?“

Wie es auch immer gewesen ist, …

Die Kreiszahl π

Die Kreiszahl PI:

Die Kreiszahl Pi ist für viele ein Geheimnis, sie wissen nicht wie diese eigentlich „genau“ berechnet wird.

Es ist allerdings nicht so schwer, sie tatsächlich zu berechnen oder besser gesagt sich zu nähern, denn wie man weiß, ist die Kreiszahl eine irrationale Zahl, mit unbestimmt vielen Kommastellen.

Man nehme einen Kreis mit dem Durchmesser 1, also der Radius ist 0,5.

r = 0,5 – die Formel 2r x π = U (Umfang des Kreises)

Jetzt haben wir 2 r ist 1, also 1 x 3,141… = 3,141…

Wir müssen beim Berechnen also auf die Summe 3,141… kommen, wie geht das?

Eigentlich ganz einfach mit Trigonometrie, wir zeichnen also Dreiecke in den Kreis ein.

Wir zeichnen so viele Dreiecke wie möglich in den Kreis ein, denn umso genauer lässt sich die Kreiszahl danach berechnen.

Grundsätzlich weiß man, dass sich gleichschenklige Dreiecke schwer berechnen lassen, wenn man keinen Winkel hat. Wir wissen, die Seiten des Dreiecks haben immer 0,5 Länge, aber wir haben keinen Winkel – was tun?

Ganz einfach, wir zeichnen in das gleichseitige Dreieck in der Mitte einen Strich und machen es somit zum rechtwinkeligen Dreieck, das sich mit der bekannten Formel a²+b²=c² berechnen lässt. Außerdem können wir davon ausgehen, dass das erste große Dreieck 45° hat, in dieses ziehen wir eine Linie und wissen, das nächste hat 22,5 ° und wir können dieses wieder halbieren und wissen es werden 11,25° sein usw.

Grundsätzlich brauchen wir nur den Sinus aus α um die Gegenkathete zu berechnen.

Sin α = Gegenkatete/Hypotenuse

Sin α haben wir, die Hypotenuse haben wir auch, die ist ja 0,5

GK = sin α  x  Hypotenuse

und schon haben wir die Gegenkathete, das ist nun die Länge, die wir brauchen um den Umfang zu berechnen.

Wenn man den Kreis in 128 Teile zerlegt, bekommt man schon die ersten drei Kommastellen, probiert es aus, es macht Spaß, ihr werdet sehen.

Das ist allerdings nur eine Methode, wahrscheinlich die einfachste und der Artikel soll nur dazu beitragen, sich etwas mit Mathematik zu beschäftigen.

Feldhasen

Sie sind kaum zu sehen. Feldhasen (Lepus europaeus).

Durch ihre gute Tarnung sind sie für die meisten von uns unsichtbar und wir sehen sie nur selten oder, wenn wir einen überfahren. Sie sehen aus wie Erdhügel, die wir nicht weiter beachten. Oft gehen wir an ihnen vorbei und bemerken sie nicht, bis wir es rascheln hören und etwas laufen sehen. Meist sehen wir nicht einmal das.

Es ist ihre Überlebensstrategie!

Sie gehören zur Familie der Hasen und sind dennoch mit den Kaninchen, die wir zu Hause haben, nur entfernt verwandt. Sie werden von den Einheimischen „Wildhasen“ genannt und  mit dem Kaninchen in einen Topf gesteckt.

Fakt ist, dass der Feldhase, der seinen Ursprung in Afrika hat und mit dem Afrikanischen Kaphasen (Lepus capensis) verwandt ist, nicht direkt mit dem Kaninchen verwandt ist.
Die meisten wissen zwar, dass es Hasen sind, dennoch ist uns nicht bekannt, dass sie eine eigene Evolutionslinie darstellen.
Der Feldhase und das Kaninchen, haben sich vor 3 Millionen Jahren evolutionär voneinander getrennt und erstere gehören zu den „Echten Hasen“.
Das Kaninchen gehört zwar zur Familie der Hasen (Lagomorpa), aber durch die verschiedene Anzahl der Chromosomen (Kaninchen = 44 und Feldhasen = 48) können sich die beiden nicht verpaaren und keinen Nachwuchs zeugen. (Trotz gegenteiliger Gerüchte)

Die Evolutionslinie der Familie der Hasenartigen in Europa:

Das Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) taucht das erste Mal in Spanien, vor 3,5 – 2,5 Millionen Jahren auf, es ist erst durch den Menschen auf der ganzen Welt verbreitet worden.
Was heißt, dass alle Kaninchen, die unsere Wohnzimmer bereichern, von diesen Kaninchen abstammen. Das Zwergkaninchen ist eine Zuchtform und stammt ebenfalls von diesem ab.
Es gibt im westlichen Amerika in der Wüste ein Kaninchen (Brachylagus idahoensis), welches als einziges Zwergkaninchen existiert. Dies wiegt nur 314 – 690 gramm.
Die in Amerika lebenden Arten des Baumwollschwanzkaninchens, gehören einer anderen Spezies an und sind mit unserem Hauskaninchen oder dem Wildkaninchen nicht direkt verwandt.

Die Evolutionslinie der Hasenartigen auf der ganzen Welt und ihr kompletter Stammbaum:

Der Milan ist wieder da!

Juhu! Es gibt wieder Milane im Pinzgau.

Seit einiger Zeit beobachtet man immer wieder Milane im Pinzgau. Das ist eine gute Nachricht, denn bis vor einigen Jahren, konnte man diese wunderschönen Greifvögel noch nicht bei uns beobachten.

Milane sind 800-900 g leichte Gleiter, die sich von der Thermik tragen lassen und zu den Habichtartigen gehören. Sie sind wahre Flugakrobaten und sehr schön anzusehen.

In Uttendorf wurden Schwarzmilane gleitend in Gruppen gesichtet, außerdem sind Rotmilane in Saalfelden Haid gesehen worden.
Rotmilane sind auch sehr oft über Autobahnen, z. B. in Salzburg Mitte, zu beobachten. Hier wurden diese Gleiter des Öfteren gesehen. 

Es gab immer wieder Berichte in Zeitungen, die verkündeten, dass Milane vergiftet wurden und grausam zu Tode gekommen sind. Kaum erholte sich der Bestand, wurde dieser wieder zunichtegemacht, da ein besorgter Bürger wohl meinte, er müsse Giftköder auslegen.
Die Regulierungswut gewisser Menschen ist nicht zu tolerieren, da Milane vom Aussterben bedroht sind und unter Naturschutz stehen.
Hier ist allerdings die gute Nachricht, denn seit kurzer Zeit erholt sich der Bestand und es werden wieder vermehrt Milane gesehen und es ist ein Bruterfolg zu sehen.

Eine Welt voller Metaphern – „Lüge und Wahrheit im außermoralischen Sinn“

Was, wenn Begriffe nur geronnene Metaphern wären? Und Wahrheit also nur ein ästhetisches Moment? Was, wenn jeder Mensch ein Künstler ist?

» Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen kurz eine Summe von menschlichen Relationen, die, poetisch und rhetorisch gesteigert, übertragen, geschmückt wurden und die nach langem Gebrauche einem Volke fest, kanonisch und verbindlich dünken: die Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hatte, dass sie welche sind, Metaphern, die abgenutzt und sinnlich kraftlos geworden sind, Münzen, die ihr Bild verloren haben und nun als Metall, nicht mehr als Münzen in Betracht kommen. Wir wissen immer noch nicht, woher der Trieb zur Wahrheit stammt: denn bis jetzt haben wir nur von der Verpflichtung gehört, die die Gesellschaft, um zu existieren stellt, wahrhaft zu sein d. h. die usuellen Metaphern zu brauchen also moralisch ausgedrückt: von der Verpflichtung nach einer festen Konvention zu lügen, scharenweise in einem für alle verbindlichen Stile zu lügen.

Nun vergisst freilich der Mensch, dass es so mit ihm steht; er lügt also in der bezeichnenden Weise unbewusst und nach hundertjähriger Gewöhnungen – und kommt eben durch diese Unbewusstheit, eben durch dies Vergessen zum Gefühl der Wahrheit.

An dem Gefühl verpflichtet zu sein, ein Ding als rot, ein anderes als kalt, ein drittes als stumm zu bezeichnen erwacht eine moralische auf Wahrheit sich beziehende Regung: aus dem Gegensatz des Lügners, dem Niemand traut, den alle ausschließen, demonstriert sich der Mensch das Ehrwürdige, Zutrauliche und Nützliche der Wahrheit. Er stellt jetzt sein Handeln als vernünftiges Wesen unter die Herrschaft der Abstraktionen: er leidet es nicht mehr, durch die plötzlichen Eindrücke, durch die Anschauungen fortgerissen zu werden, er verallgemeinert alle diese Eindrücke erst zu entfärbteren, kühleren Begriffen, um an sie das Fahrzeug seines Lebens und Handelns anzuknüpfen. Alles was den Menschen gegen das Thier abhebt, hängt von dieser Fähigkeit ab, die anschaulichen Metaphern zu einem Schema zu verflüchtigen, also ein Bild in einen Begriff aufzulösen; im Bereich jener Schemata nämlich ist etwas möglich, was niemals unter den anschaulichen ersten Eindrücken gelingen möchte: eine pyramidale Ordnung nach Kasten und Graden aufzubauen, eine neue Welt von Gesetzen, Privilegien, Unterordnungen, Grenzbestimmungen zu schaffen, die nun der anderen anschaulichen Welt die ersten Eindrücke gegenübertritt, als das Fester, Allgemeinere, Bekanntere, Menschlichere und daher als das Regulierende und Imperativische.

Während jede Anschauungsmethapher individuell und ohne ihres Gleichen ist und deshalb allem Rubrizieren immer eines römischen Columbariums und atmet in der Logik jene Strenge und Kühle aus, die der Mathematik zu eigen ist. Wer von dieser Kühle angehaucht wird, wird es kaum glauben, dass auch der Begriff, knöchern und 8eckig wie ein Würfel und versetzbar, wie jener, doch nur als das Residuum einer Metapher übrigbleibt, und dass die Illusion der künstlerischen Übertragung eines Nervenreizes in Bilder, wenn nicht die Mutter so doch die „Wahrheit“ – jeden Würfel so zu gebrauchen, wie er bezeichnet ist; genau seine Augen Reihenfolge der Rangklassen zu verstoßen. Wie die Römer und Etrusker sich den Himmel durch starre mathematische Linien zerschnitten und in einen solchermaßen abgegrenzten Raum als in ein templum einen Gott bannten, so hat jedes Volk über sich einen solchen mathematisch zerteilten Begriffshimmel und versteht nun unter der Forderung der Wahrheit, dass jeder Begriffsgott nur in seiner Sphäre gesucht werde.

Man darf hier den Menschen wohl bewundern als ein gewaltiges Baugenie, dem auf beweglichen Fundamenten und gleichsam auch fließendem Wasser das Auftürmen eines unendlich komplizierten Begriffsdomes gelingt; freilich, um auf solchen Fundamenten Halt zu finden, muss es ein Bau, wie aus Spinnenfäden sein, so zart, um von der Welle mit fortgetragen, so fest, um nicht von dem Winde auseinander geblasen zu werden. Als Baugenie erhebt sich solcher Maßen der Mensch weit über die Biene: diese baut aus Wachs, das sie aus der Natur zusammenholt, er aus dem weit zarteren Stoffe der Begriffe, die erst aus sich fabrizieren muss. Er ist hier zu bewundern – aber nur nicht wegen seines Triebes zur Wahrheit, zum reinen Erkennen der Dinge.

Wenn Jemand ein Ding hinter einem Busche versteckt, es eben dort wieder sucht und findet, so ist an diesem Suchen und Finden nicht viel zu rühmen: so aber steht es mit dem Finden und Suchen der „Wahrheit“ innerhalb des Vernunft-Bezirkes. Wenn ich die Definition des Säugetiers mache und dann erkläre, nach Besichtigung eines Kamels: Siehe, ein Säugetier, so wird damit eine Wahrheit zwar an das Licht gebracht, aber sie ist von begrenztem Werte, ich meine sie ist durch und durch anthropomorphisch und enthält keinen einzigen Punkt, der „wahr an sich“, wirklich und allgemeingültig, abgesehen von dem Menschen, wäre.

Der Forscher nach solchen Wahrheiten sucht im Grunde nur die Metamorphose der Welt in den Menschen; er ringt nach einem Verstehen der Welt als eines menschenartigen Dinges und erkämpft sich besten Falls das Gefühl einer Assimilation. Ähnlich wie der Astrologe die Sterne im Dienste der Menschen und im Zusammenhange mit ihrem Glück und Leide betrachtet, so betrachtet ein solcher Forscher die ganze Welt als geknüpft an den Menschen, als den unendlich gebrochenen Wiederklang eines Urklanges, des Menschen, als das vielfältige Abbild eines Urbildes, des Menschen. Sein Verfahren ist; den Menschen als Maß an alle Dinge zu halten, wobei er aber von dem Irrtume ausgeht, zu glauben, er habe diese Dinge unmittelbar als reine Objekte vor sich. Er vergisst also die originalen Anschauungsmetaphern als Metaphern und nimmt sie als die Dinge selbst.

Nur durch das Vergessen jener primitiven Metapherwelt, nur durch das Hart- und Starr-Werden einer ursprünglich in hitziger Flüssigkeit aus dem Urvermögen menschlicher Phantasie hervorströmenden Bildermasse, nur durch den unbesiegbaren Glauben, diese Sonne, dieses Fenster, dieser Tisch sei eine Wahrheit an sich, kurz nur dadurch, dass der Mensch sich als Subjekt und zwar als künstlerisch schaffendes Subjekt vergisst, lebt er mit einiger Ruhe, Sicherheit und Konsequenz; wenn er einen Augenblick nur aus den Gefängniswänden diese Glaubens heraus könnte, so wäre es sofort mit seinem „Selbstbewusstsein“ vorbei. «

„Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne“ von Friedrich Nietzsche

Das Wahrheitsstreben des Menschen braucht aber einen Friedensschluss, das allergröbste bellum omnium contra omnes muss verschwinden.

Die Natur wiegt den Menschen in ein stolzes gauklerisches „Bewusstsein“, die Wahrheit, meist ein soziales oder ökonomisches Moment.

Die Gesetzgebung der Sprache gibt uns die ersten Gesetze der Wahrheit an, denn es entsteht hier ein Kontrast zwischen Wahrheit und Lüge: der Lügner gebraucht die gütigen Bezeichnungen der Sprache um das unwirkliche wirklich erscheinen zu lassen. Er missbraucht die festen Konventionen durch beliebige Vertauschungen oder Umkehrungen.

Die Wahrheit hingegen ist ein Nervenreiz der ein Bild im Inneren ergibt und somit die erste Metapher. Das Bild wird in einen Laut umgeformt und in eine andere Sphäre geholt: zweite Metapher. Der Mensch erreicht sein Selbstvertrauen durch Sublimation und alles blickt auf ihn, alle Augen des Weltalls sind auf ihn gerichtet. Hier gibt Nietzsche den Intellekt an, als Grund für dieses Anschwellen des eigenen Egos. Man kann Nietzsche fast nicht lesen, ohne seine eigene Großartigkeit zu verlieren. Aber so verleiht sich jeder einen Wert, und gibt sich im Dasein einen Sinn.

Dieses Zitat verdeutlicht Nietzsches Aussagen: »„Das habe ich getan“ sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben – sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt mein Gedächtnis nach.« „Jenseits von Gut und Böse“

Habe gerade ein Buch von Sigmund Freud gelesen; „Das Ich und das Es“

Meiner Meinung nach, das erkenntnisreichste Buch, das ich von Freud bis jetzt gelesen habe, also ein absoluter Lese-Tipp. Es führt einen in die Terminologie des Seelenlebens ein. Hier werden zum ersten Mal die Instanzen »Ich« »Es« und »Über-Ich« eingeführt. Das »Über-Ich« als Ich-Ideal oder als strenges Über-Ich, welches von der Bezugsperson abhängt, auf die man in der Jugend oder als Kind geprägt wird. Das »Es« stellt unser angeborenen und zum Teil erworbenen Triebe dar und wird vom »Ich« in der Regel verdrängt, das »Es« hingegen verdrängt nicht.

Dem Ich hingegen fällt die Aufgabe zu, abzuwägen und diese Instanzen zu befriedigen oder zu eruieren was getan oder aufgeführt werden muss, um diese zu befriedigen und im Gleichgewicht zu halten. Die Strenge des Urteilenden »Über-Ich« und die schlichten Triebe des »Es«.

„Die Ware Leben oder das wahre Leben“

Analyse des Buches „Seelenficker“ von Natascha.

Natascha hat schon von klein auf den sexuellen Wünschen ihres (Stief-)„Vaters“ gehorchen müssen, gefolgt von physischer sowie verbaler Gewalt durch diesen, und durch ihre Mutter. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Psyche eines Menschen, da in der Regel noch kein Bewusstsein ausgebildet und der junge Mensch, das auch nicht verarbeiten kann. Es hat keine Erinnerung, die es anders kennt, man hat also nur diese eine Realität und es ist sehr schwer (wahrscheinlich unmöglich) diesem Menschen dies aus dem Unbewussten zu entfernen. Wenn man einem so jungen Menschen, die Entwicklung des Geistes nimmt, wird er sein Leben lang alles mit Sex in Verbindung bringen. Man ist also nur etwas Wert, wenn man mit jemand Sex hat. Dieser Gedanke ist im Unbewussten, während der Prägungsphase, verankert worden und das wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen.

Es ist ein Albtraum, was ihr hier widerfahren ist und man braucht etwas Empathie um sich hier identifizieren zu können. Vielleicht muss man auch ein ähnliches Umfeld gehabt haben um sich hier einleben zu können. Allerdings wird es sicher sehr viele Männer geben, die sich fragen, wo man hinfahren muss, um so junge Frauen (Mädchen) zu bekommen.  

Es sind selbst sehr traumatisierte Menschen, die so etwas einem/ihrem Kind antun.

Alles in allem muss man sich fragen, warum Männer sich immer zu so jungen Mädchen hingezogen fühlen? Wahrscheinlich ist es der Fürsorgetrieb, der sich in den Paarungstrieb umwandelt.

»Es ist nur eine persönliche Meinung; meist ist es so, dass Männer selbst nicht sehr ernst genommen werden, und hier eine Chance sehen ihre persönliche Gedankenwelt auszuleben. Geschlechtsverkehr ist teilweise eine Regression – also eine Rückkehr in kindliche Verhaltensmuster zum Eigenschutz – und so können Männer ihre einfachen, primitiven Triebe, die in ihrem sozialen Umfeld nicht geduldet wurden oder werden, ausleben.

Allerdings kann es auch der Ehrgeiz sein, wenn man sich so jungen Mädchen zuwendet, um endlich mal „Erster“ zu sein. Der Kapitalismus sowie der Ehrgeiz wird uns ja in die Wiege gelegt. Wir wachsen damit auf und kriegen vermittelt, dass wir nichts wert sind, wenn wir nicht irgendwo der Beste sind. Wenn so etwas falsch verstanden wird, kann man sich natürlich ausdenken, dass man hier ein Ventil dafür findet.«

Ich habe etwas über die Geschichte der Pädo- sowie Hebephilie gelesen und es scheint tief in uns verwurzelt zu sein, dass wir junge Mädchen oder Buben attraktiv finden. Geschichtlich ist es das erste Mal bei den Griechen erwähnt (also ca. 2 Jahrtausende vor Chr.), dass der Mensch (eigentlich sind es hauptsächlich Männer) auf jugendliche oder kindliche Personen sexuell erregt reagiert. Bei den Griechen, war es die Auslebung einer Machtposition (meist auf Buben), die im Austausch von Wissen stattgefunden hat.

Auch in der jüngeren Geschichte (frühes 20. Jahrhundert), war es durchaus gang und gäbe, dass man junge Mädchen so früh wie möglich „unterbrachte“, da es sich die Eltern oft nicht leisten konnten sie zu ernähren, es gab noch keine Schwangerschafts-Verhütung und der kirchliche Druck auf den Menschen tat ihr übriges. Man musste also so früh wie möglich (meist ab dem 10. oder 11. Lebensjahr) einen Gönner finden, um – in diesem speziellen Fall sind es hauptsächlich Mädchen – die Kinder unterzubringen, da es für die Eltern nicht leistbar war, diese zu unterhalten. Die Mädchen wurden als Dienstmädchen angestellt und mussten meist auch die sexuellen Wünsche ihres Gönners befriedigen. Wenn ein Mädchen einmal schwanger wurde, war das meist ein Problem mit dem das Mädchen selbst fertig werden musste.

Man muss auch sagen, dass Pädo- und Hebephilie noch nicht sehr gut erforscht ist und es hier noch einiges an Arbeit gibt, um ein halbwegs klares Bild zu formen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, wenn ich mir auch gewünscht hätte, dass es etwas länger ist, da man sehr schnell durch ist.

Hier folgt noch ein Eintrag, da das Thema noch nicht abgearbeitet ist.

Begrifferklärung – Freud

Quantitatives, also ökonomisches Moment: Die quantitative oder ökonomische Betrachtungsweise der Psychoanalyse geht von der Annahme aus, dass der psychische Apparat sowohl von innen als auch von außen Erregungsenergie empfängt, die er verarbeiten und umsetzen muss. Die Energie im psychischen Apparat kann sich erhöhen, verringern oder umverteilt werden. Das im Apparat bestehende Erregungsniveau legt den Ablauf und die Charakteristik der psychischen Aktivitäten fest. Der psychische hat das Bestreben, das Erregungsniveau in seinem Inneren möglichst niedrig bzw. konstant zu halten.

Verdrängung: Der Begriff Verdrängung beschreibt den Mechanismus, durch den ein Triebwunsch oder eine sexuelle Vorstellung ins Unbewusste gedrängt oder dort festgehalten wird. Die Verdrängung setzt ein, wenn ein sexueller Wunsch im Hinblick auf andere psychische Forderungen Angst, Gefahr und Unlust erzeugt. Sie ist ein Abwehrvorgang, der sich gegen Triebregungen richtet, die das innere Gleichgewicht bedrohen bzw. für das Ich Unlust erzeugen. Die Verdrängung bewirkt nicht die Aufhebung eines konfliktträchtigen inneren Reizes, sie hält ihn lediglich außerhalb des Bewusstseins.

Friedrich Nietzsche „Lüge und Wahrheit im außermoralischen Sinne“

Was weiß der Mensch eigentlich von sich selbst! Ja, vermöchte er auch

nur sich einmal vollständig, hinterlegt wie in einen erleuchteten

Glaskasten, zu perzipieren? Verschweigt die Natur ihm nicht

das Allermeiste, selbst über seinen Körper, um ihn,

abseits von den Windungen der Gedärme, dem

raschen Fluss der Blutströme, den verwickelten

Faserzitterungen, in ein stolzes gauklerisches

Bewusstsein zu bannen und einzuschließen!

Sie warf den Schlüssel weg und wehe der

verhängnisvollen Neubegier die durch

eine Spalte einmal aus dem

Bewusstseinszimmer

Heraus und hinab

zu sehen

vermöchte

und die jetzt

ahnte, dass auf dem

Erbarmungslosen, dem

Gierigen, dem Unersättlichen,

in der Gleichgültigkeit seines Nichtwissens,

und gleichsam auf dem Mörderischen der Mensch ruht,

in der Gleichgültigkeit des Nichtwissens, und gleichsam auf dem Rücken eines Tigers in

Träumen hängend. Woher in aller Welt, bei dieser

Konstellation der Trieb zur Wahrheit!

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Es ist schwer, es zugleich der Wahrheit und den Leuten recht zu machen. - Thomas Mann